"Reittherapie" ist leider kein geschützter Begriff und so darf sich eigentlich jeder Reittherapeut nennen. Was viele nicht wissen: Es gibt in Deutschland eine staatlich anerkannte Ausbildungsstelle, das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V.
Die dort angebotenen Ausbildungen sind als einzige staatlich anerkannt und somit qualitativ greifbar für Abrechnungsformen, da jegliche Art von Reittherapie nicht im Heilmittelkatalog aufgeführt ist und somit nicht automatisch von den Krankenkassen abzurechnen ist.
All unsere therapeutischen Fachkräfte am Hof haben eine Aus- oder Weiterbildung des DKThR absolviert und sind daher Fachkräfte in ihrer Arbeit. Regelmäßige Seminare und Fortbildungen sorgen dabei stets für neue Ideen und den neusten Wissensstand rund um das Thema.
Das therapeutische Reiten in Form von der Heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd (nach dem DKThR) ist als ein Zweig Klein-Immenhofs entstanden und wächst stetig. Dieser Bereich ist ein kleineres, geschützteres Setting für die KlientInnen, die verschiedene geistige und/oder körperliche Einschränkungen haben, der den Alltag erleichtern soll. Unter Berücksichtigung der medizinischen Indikation oder persönlichen Zielsetzung des Klienten/ der Klientin kann so ein individueller Therapieplan erstellt werden. Durch die Unterstützung der Heilpädagogischen Förderung sollen die KlientInnen mit Erlernen von notwendigen Kompetenzen den Alltag besser und nachhaltig bewältigen (Achtsamkeit, Selbstfürsorge, Sozialkompetenz).
Für wen ist eine Reittherapie im Allgemeinen geeignet?
Nicht nur Ponys und Pferde haben einen Einfluss auf die geistige oder körperliche Gesundheit oder helfen, Ängste abzubauen.
Dafür kommen unsere anderen Bewohner auf Klein-Immenhof mit viel Begeisterung zum Einsatz.
Besonders beliebt sind dabei die Therapiehunde Heika und Selli, ebenso unsere Kaninchen und Schafe.
Kaninchen helfen KlientInnen, Frustrationstoleranz zu lernen und sich mit Nähe und Distanz auseinanderzusetzen.
Schafe zeigen deutlich ihre Bedürfnisse, auch besonders in Bezug auf Nähe und Distanz.
Enten und Hühner gehen durch ihre Empathiefähigkeit auf individuelle Bedürfnisse der KlientInnen ein. Ihre Körpersprache ist leicht verständlich und fördert soziale Interaktion.
Sogar unsere Schildkröte nimmt dem ein oder anderen die Furcht, sich auf unbekannten Pfaden zu bewegen. Sie werden zur Linderung von Symptomen seelischer Erkrankungen, aber auch in der Arbeit mit Menschen mit Förderbedarf eingesetzt.
Die Hippotherapie eignet sich besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Erkrankungen ( Skoliose oder Bandscheibenvorfälle), zum Wiedereinstieg nach Unfällen oder Schicksalsschlägen. Beispielsweise bei Multipler Sklerose, aber auch nach Schlaganfällen oder Problemen des Zentralen Nervensystems.
Reflexbahnen werden stimuliert und Muskulatur gedehnt und neu aufgebaut. Die Behandlungsdauer ist abhängig von der Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit des/r PatientenIn. Die Person auf dem Pferd muss nicht reiten können und auch keine Kenntnisse über Pferde mitbringen. Der Patient wird während der gesamten Maßnahme vom Therapeuten gesichert.
Die Pferde sind speziell als Therapiepferd ausgebildet, aufmerksam, ruhig und zuverlässig. Die Therapie beginnt immer im Tempo "Schritt", da in dieser Gangart die dreidimensionalen Bewegungsimpulse, die wir in der Therapie nutzen wollen, vom Pferderücken auf den Menschen übertragen wird.
Ein Angebot, bei dem die Ponys on tour sind.
Wir fahren mit den Ponys und ggf. anderen vierbeinigen Begleitern in verschiedene Einrichtungen, um die Menschen vor Ort zu treffen.
Nicht jeder hat die Möglichkeit zu uns auf den Hof zu kommen.
Menschen, die nicht mobil sind und somit ihre Einrichtung verlassen können oder aufgrund des Gesundheitszustandes im Bett bleiben müssen,suchen wir mobil auf.
So besuchen wir mit unseren Ponys (und anderen Vierbeinern) ganz verschiedene Institutionen und Menschen.
Auf unserer regelmäßigen Tour liegen zur Zeit das Elternhaus Kassel, die Werkstätten der Sozialgruppe Kassel e.V., ein Altenheim,Hospiz auf Anfrage und ein Kindergarten.
Unsere Ponys sind Meister darin, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und eine kurze Zeit der Unbeschwertheit und Leichtigkeit vorbei zu bringen. Sie können Fahrstuhl fahren oder die ein oder andere Treppe nehmen. Besonders freuen sie sich, wenn schon ein Möhrchen auf sie wartet ;-)
Wir führen auf Klein-Immenhof ein motivierendes Therapiekonzept durch, das auf der heilsamen Interaktion mit Pferden aufbaut.
Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen, ressourcenorientierten Therapieansatz, welcher den Menschen mit all seinen körperlichen, geistigen und seelischen Belangen sieht und, von den Stärken ausgehend, fördert. Nicht nur das Wohl der KlientInnen, sondern auch das unserer Pferde und Ponies steht im Vordergrund der tiergestützten Maßnahmen.
Nicht nur für körperlich und geistig eingeschränkte Menschen kann so die Lebensqualität ein Stück verbessert werden.
Die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd auf Klein-Immenhof für Kinder und Erwachsene, umfasst pädagogische, psychologische, rehabilitative und soziointegrative Angebote, die mit Hilfe des Pferdes für Menschen mit verschiedenen Behinderungen und Störungen wirken.
Das Pferd stellt dabei einen Partner da, der nicht wertet und dennoch stets begleitet. Dies hilft Menschen mit unterschiedlichen Beschwerden oder Einschränkungen.
Die Therapiepläne sind stets an Situation und KlientIn angepasst, aus diesem Grund ist jede Therapiemaßnahmen individuell zu beschreiben.
Die durchgeführten Therapien werden stets dokumentiert und in schriftlicher Form festgehalten. In regelmäßigen Abständen werden Entwicklungsgespräche vereinbart, in denen der aktuellen Entwichlungsstand abgeglichen wird und Erfahrungen, Wünsche und kommenden Ziele vereinbart werden.
Auf Wunsch erstellen wir Entwicklungsberichte und nehmen an Bedarfsgesprächen mit anderen Institutionen teil.
Uns ist ein reger Austausch wichtig - und dies gilt in allen Bereichen. Daher fördern wir einen Austausch unter den verschiedenen Fachkräften, die unsere KlientInnen betreuen. Dazu zählen nicht nur Ärzte, sondern auch Logopäden, Physio- und Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Schulassistenzen etc. Dies ist uns besonders wichtig, um Absprachen zu treffen und weitere Vorgehensweisen abzustimmen.
Wir kooperieren mit einigen Einrichtungen in der Region, um unser therapeutisches Angebot zu erweitern. Einige Möglichkeiten stellen wir im kommenden Abschnitt vor.
Wir bieten die Möglichkeit an, dass PatientInnen per Fahrdienst zu uns kommen können.
Bei uns kann barrierefrei gefahren und gegangen werden, sodass zweimal in der Woche PatientInnen der Neuro-Station des Klinikums Kassel zu uns kommen können.
Der Therapieverein wurde geschaffen, um Aufmerksamkeit für diese Themen zu erlangen und diese finanziell mit zu fördern. Darüber sind wir auch Mitglied im Paritätischen Hessen. Nähere Informationen zum Therapieverein und seinem Wirken finden Sie unter der gleichnamigen Rubrik.
Wir kooperieren mit anderen reittherapeutischen Einrichtungen der Umgebung, um einen konstruktiven Austausch sind wir stets bemüht und legen großen Wert auf ein aktives Netzwerk.
GRUPPEN aus einem Frauenhaus, Jugendarbeit und der Sozialgruppe Kassel e.V. kommen gerne zu uns, um dort mit den Pferden und Ponys Ruhe und neue Kraft zu finden.
Verschiedene Förderschulen haben bereits Kontakt zu uns aufgenommen und ihr individuelles Angebot gefunden. Ob Schul-AG, Workshop oder Klassenfahrt - wir finden für Förderschulen einige Möglichkeiten zur Heilpädagogischen Förderung. Weiteres hierzu finden Sie unter "Angebote für Schulen und Kitas".
Gern vereinbaren wir einen Gesprächstermin zum Kennenlernen und dem Finden Ihres individuellen Therapie-Settings oder heilpädagogischem Angebot!
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